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Dramatisches Spiel nimmt glückliches Ende

An diesem Wochenende musste die 1.Herren des VfL Uetze zu ungewohnt später Stunde das Heimspiel gegen die HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf austragen. Im Hinspiel gelang dem VfL in letzter Sekunde der Siegtreffer per Schlusssirene. Aber auch dieses Spiel konnte an Dramatik kaum überboten werden. Allen war klar, dass die viert platzierte HSG kein einfacher Gegner werden wird.

Die Unparteiischen pfiffen das Spiel pünktlich um 18:30 Uhr an. Der VfL erwischte den besseren Start und führte nach knapp 5 Minuten mit 3:0. Erst nach knapp 6 Minuten gelang das erste Tor für die Gäste zum 3:1. Dennis Jünemann erhöhte im Gegenzug auf 4:1. In den nächsten 5 Minuten gelang beiden Mannschaften kein Treffer. Der VfL musste eine doppelte Unterzahl verkraften und konnte in dieser Wiedermals gegentrefferfrei bleiben. Die Abwehr stand in der ersten Halbzeit gut. Der Gegner wurde immer wieder zu Würfen aus dem Rückraum gezwungen, die der bärenstarke Torhüter Christian Jäger fast jedes Mal entschärfen konnte. Jäger hatte einen großen Anteil an der Uetzer Führung. Im Angriff waren es immer wieder Thorben Wietfeld und Philipp Lackinger, die ihr Team auf Abstand hielten. So konnte der VfL mit einer 13:8 Führung in die Halbzeitpause gehen. In der Ansprache betonte Winkel noch einmal, wie wichtig am heutigen Tage die Abwehr sei. Mit der Abwehrleistung seiner Jungs war er sehr zufrieden, doch er erinnerte auch daran, dass die Abwehr nur so gut sei, wenn sich bewegt werde. Mit dem Angriff war er nicht vollkommen zufrieden. Von 8 Gegentoren sind 4 entstanden, weil wir den Ball im Angriff weggeschmissen haben, predigte er. Ihm fehlte oftmals die Torgefahr über die Rückraummitte, um die Halbspieler mehr in Szene zu setzen. Als weitere Option wird sich der Kreisläufer anbieten können, so Winkel. Mit den neuen Spielideen ging es in die zweite Halbzeit. Gleich zu Beginn konnte der VfL wieder eine starke Abwehr stellen und baute die Führung auf 15:8 aus. Doch 3 Tore in Folge der Gäste ließen das deutliche Polster auf 4 Tore schmelzen (15:11). Winkel reagierte und nahm das Timeout. Er appellierte noch einmal an seine Jungs, dass das Spiel noch nicht entschieden sei und dass die Torgefahr aus dem Rückraum zu wünschen übrig ließe. Einfache Ballverluste machten dem VfL das Leben in dieser Phase des Spiels schwer. Bis in die 45. Spielminute konnte der VfL die Gäste auf Distanz halten (19:15). Doch unnötig weggeworfene Bälle im Angriff und schlechte Kreisanspiele luden die HSG zum Kontern ein. So konnten diese in der 52. Spielminute zum 21:21 ausgleichen. Das große Polster konnte mal wieder nicht über die Zeit gebracht werden. Doch nun ging es in die Schlussphase. Diese konnte an Dramatik nicht überboten werden. Drei Minuten vor Ende waren beide Mannschaften noch gleich auf (23:23). Der VfL scheiterte oftmals im Angriff und in der Abwehr wurde nicht mehr ordentlich zugefasst. Dies wurde den Jungs in der 58. Spielminute zum Verhängnis. Der VfL ging erstmals in Rückstand (23:24). Doch es waren wieder T.Wietfeld und Lackinger die binnen 30 Sekunden das Spiel drehten (25:24). Nun waren es noch knapp 30 Sekunden auf der Anzeigetafel und die Gäste waren in Ballbesitz. Der Angriff der ho-Handballer wurde unter Druck gesetzt. Doch 14 Sekunden vor Abpfiff sah Kai Wietfeld nach der dritten Zweiminuten-Zeitstrafe die rote Karte. In Unterzahl wollte der VfL das Ausgleichstor verhindern. Der größte Spieler Ruben Bormann setzte zum Wurf aus dem Rückraum an und traf zum 25:25. Es waren noch 3 Sekunden zu spielen. Der Uetzer Torwart Jäger spielte den Ball zum Anwurfpunkt, wo Jonas Wietfeld den Pass entgegennahm und vom Torschützen Bormann regelwidrig beim Anwurf behindert wurde. Die Schiedsrichter erkannten die Situation in der letzten Sekunde (59:59 Spielminute) folgerichtig und entschieden sofort auf Siebenmeter und der Spieler wurde disqualifiziert. Diese Aktion erinnert an die diesjährige Europameisterschaft, bei der der deutschen Nationalmannschaft gleiches passiert ist. Der sicherste Uetzer Siebenmeterschütze Thorben Wietfeld stellte sich der Aufgabe. Eine Sekunde vor Ablauf der Zeit pfiffen die Schiedsrichter den Siebenmeter an. Die Sirene ertönte und die Spielzeit war abgelaufen, der Wurf wurde nach Ablauf der regulären Spielzeit durchgeführt. Die Unparteiischen entschieden wieder folgerichtig den Siebenmeter-Strafwurf zu wiederholen. Wietfeld traf erneut und der VfL gewann am Ende wieder gegen die HSG knapp mit 26:25. Nach dem Spiel waren Mannschaft und Zuschauer emotional gerührt und so konnte der VfL mit diesem Sieg auf den 8. Tabellenplatz vorrücken. Doch trotz 5 Punkte Abstand zur Abstiegszone ist der Klassenerhalt noch nicht gesichert. Die Mannschaft wird in den nächsten Wochen weiter hart trainieren um auch in der nächsten Saison in der Landesliga mitmischen zu dürfen. Bedanken möchte sich das Team vor Allem bei den etwa 250 Zuschauern, die die Mannschaft gerade in der Schlussphase lautstark unterstützten. Nun steht die Osterpause vor der Tür und im Anschluss warten zwei Auswärtsspiele auf den VfL. Das nächste Heimspiel findet am 22.4.18 gegen den MTV Großenheidorn statt.

Es spielten: Thorben Wietfeld (8/3), Philipp Lackinger (7), Jonas Wietfeld (4), Niklas Benefeldt (3), Dennis Jünemann (2), Kai Wietfeld (2), Torben Schnell, Marten Liefke, Jan Wietfeld, Maximilian Kelpe, Hendrik Harms, Wilko Margraf, Christian Jäger (TW), Marco Pagel (TW)

Foto: Mik Sport Fotografie

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