Der VfL Uetze Handball informiert, dass ein absolutes Haftmittelverbot in den Uetzer Sporthallen besteht!
Twitter - VfL Uetze HandballTwitter - VfL Uetze HandballFacebook - VfL Uetze HandballFacebook - VfL Uetze Handball
Du bist hier: VfL Uetze Handball/"Weniger Scheuklappen, mehr Galopp" - Damen-Coach Julia Knoche im Gespräch

"Weniger Scheuklappen, mehr Galopp" - Damen-Coach Julia Knoche im Gespräch

Auch wenn unsere Damen sich bereits in drei Spielen behaupten mussten und die neue Saison somit langsam Fahrt aufnimmt, wollen wir Euch ein kleines Interview mit Trainerin Julia Knoche nicht vorenthalten. Am Ende eines intensiven, dreitägigen Trainingslagers trafen wir die ehemalige Torfrau und sprachen mit ihr über ihre Wünsche und Vorstellungen in ihrer Funktion als Trainerin der Uetzer Damen.

Mit der Vorbereitung zeigte sich Knoche weitestgehend zufrieden: „Sicherlich hätte man noch mehr machen können. Beachhandball und so, das war für mich persönlich nicht wirklich Vorbereitung. Der Auftakt war im Endeffekt das Trainingslager und davon war ich sehr, sehr überwältigt. Die Damen hatten ein unglaubliches Durchhaltevermögen. Ich war sehr begeistert von einigen Mädels, dass sie das ganze Wochenende durchgezogen und von Anfang bis Ende gebissen haben. Daran möchte ich anknüpfen und die Saison gerne weiter so gestalten.“

Die Ziele für diese Saison dabei sind ehrgeizig aber realistisch. Auf keinen Fall soll wie im letzten Jahr krampfhaft um den Klassenerhalt gespielt werden: „Also ein Kampf um den Aufstieg ist vielleicht ein bisschen zu sehr 'Nach-Sternen-greifen' aber auf jeden Fall wollen wir im Mittelfeld spielen und wenn da dann noch ein bisschen Luft nach oben ist, sag ich natürlich auch nicht nein.“
Damit den Damen das Mittelfeld sicher ist, bedarf es aber noch ein bisschen Arbeit. Die Abwehr selbst sei gar nicht so das Problem. Ausgebaut werden müsse in jedem Fall der Angriff. Dort fehle häufig noch der Biss vor dem Tor. „Handball heißt nicht, vorne am Sechser nur hin- und herzuspielen. Es ist auch kein 'Ich-baller‘-einfach-drauf-weil-keiner-was-tut' sondern ein 'Wir-spielen-zusammen-und-unser-Ziel-ist-das-Tor'. Das wünsche ich mir manchmal etwas mehr. Mit der Abwehr bin ich soweit sehr zufrieden. Wenn da die miteinander Eingespielten auf der Platte stehen, dann sieht die Abwehr meistens auch richtig Bombe aus. Abgesehen davon müssen wir trotzdem weiter am Teamgefühl und Zusammenspiel arbeiten. Wenn ich die Mädels mit drei Worten beschreiben müsste, würde ich sagen, dass sie zu häufig noch mit Scheuklappen unterwegs sind. Manchmal sind diese Scheuklappen nur noch sehr klein, versperren aber trotzdem die Sicht. Wir müssen weiterhin am Überblick feilen und daran, dass die Mannschaft selbstbewusst genug wird, diese Scheuklappen abzulegen.“

Personell stellt sich im Laufe der Saison einiges um. Zunächst steht der Weggang von Kreisläuferin Josefin Wendland und Rückraumspielerin Yvonne Scherer bevor. Ersatz am Kreis folgt allerdings durch die Neuzugänge Pamela Rüsche und Anne-Lena Molke, dank derer Alina Kohlmeier wieder hauptsächlich in den Rückraum wechseln darf und Sarah Jünemann auf Außen zum Einsatz kommen wird. An der Seite von Frederike Schaper kämpft Beate Volz in dieser Saison auf der Mitte. „Generell wird in dieser Saison der Rückraum aber auch seitentechnisch etwas variieren. Ziel ist es, dass die Spielerinnen auch mal beide Seiten bedienen und nicht immer nur die altbekannte oder favorisierte.“ Aber auch einen temporären Positionswechsel von Außen und Halb schließt Knoche nicht aus: „So eine Sanni (Sandra Frommelt) sehe ich nicht unbedingt nur auf Außen sondern auch noch eher mit auf Halb. Sie selbst hat da vielleicht noch ein bisschen zu viel Hemmungen und ist dann etwas zu übereifrig aber das Potenzial ist auf jeden Fall da.“

Prognosen zum Saisonverlauf lassen sich jetzt noch nicht unbedingt aufstellen. Im Saisonauftakt-Spiel gegen den Absteiger aus der Regionsoberliga aus Lehrte unterlagen unsere Mädels chancenlos. Auch die TV Eintracht Algermissen im darauffolgenden Spiel machte unseren Mädels ordentlich zu schaffen und schickten sie punktelos nach Hause. Vergangenes Wochenende in Mellendorf lief die Riege um die Coaches Julia Knoche, Dennis Jünemann und Philipp Lackinger nach 20-minütiger, zäher Einspielzeit zu Hochtouren auf, ging mit einem 14:11 in die Halbzeitpause und kehrte motiviert, selbstbewusst und torhungrig in die zweite Halbzeit zurück und sicherte sich den Sieg letztlich mit 31:24 Toren.

Tags