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VfL Uetze holt den Derbysieg in Hänigsen

Seit Wochen gab es in der Gemeinde Uetze nur noch ein Thema. Das bevorstehende Gemeindederby zwischen dem VfL Uetze und dem TSV Friesen Hänigsen war der allseits bestimmende Gesprächsstoff in beiden Ortschaften. Spieler und Trainer beider Teams mussten sich bereits seit einiger Zeit mit den Fragen der zahlreichen Handballinteressierten auseinandersetzen. Dabei galt jedoch stets eins: Taktik und Spielformationen wurden wie immer unter Verschluss gehalten. In den vergangenen Jahren konnte immer die auswärtige Mannschaft das Derby für sich entscheiden oder zumindest einen Punkt holen. Blau-Weiß war nicht gewillt, diese Serie reißen zu lassen. Mit vollem Kader und jeder Menge Motivation ging es also ins von den Uetzern sogenannte „Kasparland“.

Die Ausgangssituation war vor dem Spiel für beide Teams hervorragend. Ein Sieg gegen den ärgsten Rivalen würde bedeuten, dass man die Führung in der internen Gemeindetabelle übernimmt. Denn mit einem Stand von 8:2 Punkten stand der VfL nur 1 Punkt vor den Friesen, die mit einem Punktestand von 7:3 auf dem 5. Tabellenplatz und damit direkt hinter den Uetzern lauerten.

Pünktlich um 19:30 Uhr wurde das Spiel vor rund 300 Zuschauern in der Ballspielhalle in Hänigsen angepfiffen. Die Nervosität war beiden Mannschaften vor allem in der Anfangsphase anzumerken. „Man spielt ja nicht jeden Tag vor so einer Kulisse“, sollte Uetze-Coach Susanne Schaper nach dem Spiel sagen. Der VfL konnte sofort die Führung an sich reißen. Drei Tore in Folge von Philipp Lackinger bedeuteten einen grandiosen Start für den VfL und brachten Uetze von Anfang an in Führung. Jedoch antworteten die Gastgeber immer wieder prompt mit dem Anschlusstreffer, sodass sich gerade in der Anfangsphase keines der beiden Teams klar absetzen konnte. Den Zuschauern bot sich, wie jeher im Gemeindederby, ein packender Kampf. Beide Mannschaften gingen mit vollem Körpereinsatz zu Werke. Beim Stand von 6:4 führte Uetze als erste der beiden Mannschaften mit zwei Toren Unterschied. Doch der kleine Puffer hielt nicht lange an und die Friesen glichen zum 7:7 aus, ehe der VfL wieder mit 10:8 davonzog. Zum Ende der ersten Halbzeit hatte der VfL das Momentum auf seiner Seite. Mit einer 5:1-Abwehrformation konnte Uetze das Angriffsspiel des TSV ins Stocken bringen. Mittlerweile stand es 16:12.

In der Halbzeitansprache wies das Trainerduo auf die Angriffsabläufe der Friesen hin. In der Abwehr sollte das das Angriffsspiel des TSV in der zweiten Hälfte früh unterbrochen werden ,um die schnellen Spieler nicht in Fahrt kommen zu lassen. Mit der Leistung im Angriff war das Duo sichtlich zufrieden. Auch die, dank einer starken Torwartleistung von Christian Jäger, nur zwölf Gegentore machten Lust auf Hälfte zwei. Frisch und ausgeruht ging es für Uetze in den zweiten Durchgang.

Beide Mannschaften gingen sofort ein hohes Tempo. Die Uetzer Jungs konnten die Führung zu Beginn sogar auf 17:12 ausbauen. Aus den langjährigen Erfahrungen war jedoch allen Beteiligten klar, dass eine 5-Tore-Führung im Derby alles andere als sicher ist. Schon einmal hat der VfL in der Hänigser Halle einen 8-Tore-Vorsprung verspielt. Der VfL ließ nun im Angriff die eine oder andere Chance liegen. Die Friesen nutzten diese Unachtsamkeiten knallhart aus und waren umgehend auf 19:17 dran. Ruhe bewahren war für Blau-Weiß angesagt. Fangesänge wie „Uetze ist nervös“ wurden seitens der Hänigser Fans in der zweiten Hälfte öfter angestimmt, fanden in den Ohren der Uetzer Spieler allerdings keinen Abnehmer. Der Fokus lag nur auf dem Spielfeld. Durch die beiden stark aufgelegten Rückraumschützen Kai und Jonas Wietfeld konnten viele wichtige Tore aus dem Rückraum erzielt werden. Die offensive 5:1-Abwehrformation der Gastgeber konnte über das Spiel ohne Ball oftmals überlistet werden. Anspiele an den Kreis oder der Torabschluss aus dem Rückraum waren in dieser Phase der Schlüssel zum Erfolg. Der VfL wollte die Führung in keinem Falle hergeben und so wurde hart um jeden Ball gekämpft. Dabei kam es leider auch zu einer eher unschönen Abwehraktion des VfL. Das Schiedsrichtergespann sah sich gezwungen, in einer Spielsituation dem Uetzer Kai Wietfeld nach einem richtig gesehenen Schubser die rote Karte zu geben. Dass Kai Wietfeld aber nicht der Verursacher des Fouls war, stellte der gegnerische Spieler Alexander Nahtz vor den beiden Unparteiischen klar. Jan Wietfeld hat in dieser Spielsituation unklug gehandelt und musste in der 44. Spielminute nach gesehener roter Karte auf der Tribüne Platz nehmen. An dieser Stelle wird noch einmal auf die sehr faire und höfliche Geste von Alexander Nahtz hingewiesen, einem solchen ehrlichen und fairen Sportsmann begegnet man im Derby nicht alle Tage. Danke für die Ehrlichkeit!

Nun musste der VfL wieder kämpfen. Immer wieder gelang es Kai und Jonas Wietfeld den Ball sicher im Netz unterzubringen. Die Führung wurde auf 24:20 ausgebaut. Mit den eigenen Fans im Rücken gelang es den Friesen, das Spiel wieder offen zu gestalten und auf 25:24 zu verkürzen. Doch die Uetzer ließen sich keinesfalls aus der Ruhe bringen. Schnell ging man wieder verdient mit 30:26 in Führung. Nun mussten die Blau-Weißen gegen eine offene Manndeckung spielen. Kuriose vier Aluminiumtreffer auf Uetzer Seite später hieß es plötzlich nur noch 30:29. Die Stimmung in der Halle erreichte einen weiteren Höhepunkt. Tor Uetze, Tor Hänigsen, 31:30, Spannung bis zur letzten Sekunde. Die beiden verbliebenen Angriffe der beiden Teams fanden ihren Weg nicht mehr ins Tor und so stand am Ende Uetze als erster Derbysieger der Saison fest. Von den beiden Torhütern, über den starken Rückraum bis hin zu den sehr guten Spielern von der Bank, Uetze machte in allen Mannschaftsteilen einen richtig guten Job. Ein weiterer Faktor für den Sieg waren die mitgereisten Fans aus Uetze. Das zwischendurch aufgekommene „Uetze ist nervös“ wurde nach zwei vergebenen Hänigser Chancen kurzfristig in ein „Friesen sind nervös“ umgedichtet.

Mit ordentlich Rückenwind und dem Platz an der Sonne in der Tasche geht Uetze am kommenden Wochenende ins Spiel gegen den TuS GW Himmelsthür 2. Für Marten Liefke war das Derby in dieser Saison vorerst das letzte Spiel. Er wird die Mannschaft in der Rückrunde nach seinem Auslandsaufenthalt wieder unterstützen. Wir wünschen ihm viel Spaß auf der anderen Seite der Welt.

Vielen Dank spricht die Mannschaft an dieser Stelle noch einmal den so zahlreich mitgereisten Fans aus:

Ohne euch wäre es sehr schwer gewesen, in Hänigsen ein so erfolgreiches Derby zu spielen. Die Stimmung war mal wieder Weltklasse. Vielen Dank an dieser Stelle auch an die freundlichen Gastgeber aus Hänigsen für diesen tollen Handballabend. Dieser Tag war mal wieder mehr als gute Werbung für den Handballsport in der Gemeinde und der Region. Ein großes Danke!!!

Es spielten: Kai Wietfeld (9 Tore), Jonas Wietfeld (9), Philipp Lackinger (5), Thorben Wietfeld (3), Niklas Benefeldt (3), Marten Liefke (1), Dennis Jünemann (1), Maximilian Kelpe, Wilko Margraf, Philipp Borsch, Torben Schnell, Jan Wietfeld, Christian Jäger (TW), Marco Pagel (TW).

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